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Nermin Osmani

Heute Freitag treffen der FC Klingnau und der FC Koblenz zum zweiten Mal in dieser Saison aufeinander. Die Favoritenrolle ist dabei klar verteilt, doch eine neuerliche Überraschung ist nicht auszuschliessen.

Alessandro Crippa

Es lief die Schlussphase auf der Eichhalde in Koblenz am 1. Oktober des letzten Jahres, als Meriton Shabani zum Helden wurde. Er schoss das Siegtor für seine Farben und sorgte für ausgelassenen Jubel beim Heimteam. Seinem ehemaligen Trainer und damaligen Klingnau-Coach Radi Schibli, der ihn kaum spielen liess, hatte er es also gezeigt. Schibli ist aber nicht mehr Trainer Klingnaus und deshalb wird sich diese Geschichte auch nicht wiederholen.

Koblenzer Turnaround oder Klingnauer Aufstiegsambitionen?

Dafür werden andere Geschichten geschrieben werden, so viel steht schon vor dem Spiel fest. Zum Beispiel könnte es sein, dass sich die Niederlagenserie der Koblenzer auf fünf Partien ausweitet. Dann müsste man sich doch noch einmal mit dem Thema Abstieg befassen. Mit der Qualität dieses Kaders dürfte das aber nicht passieren. Die Mannschaft müsste den Ligaerhalt ohne grössere Schützenhilfe schaffen können. Trotz vier Pleiten am Stück ist man in Koblenz zuversichtlich. Sportchef Christian Rist meint: «Ich hoffe schwer, dass wir in diesem Spiel den Turnaround schaffen.»

Es kann aber auch ganz anders kommen und Koblenz vermiest mit einem Sieg alle Aufstiegsträume der Klingnauer. Obwohl das Aufstiegsrennen nach wie vor offen ist, würde sich Klingnau mit einer Niederlage wohl daraus verabschieden. Mit einem Sieg sähe es aber anders aus. Klingnau bliebe sicher an Gränichen und Wettingen dran. Von diesen beiden Teams dürfen Punktgewinne einberechnet werden. Wettingen empfängt den Letzten aus Windisch und Gränichen misst sich auf der heimischen Zehndermatte mit dem FC Frick.

Viele Abwesende beiderseits

Die Favoritenrolle liegt bekanntlich – wie auch schon im vergangenen Oktober – beim FC Klingnau. Die Städtli-Kicker verfügen über die bessere Qualität im individuellen Bereich. Hingegen ist der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft von Koblenz wohl etwas grösser als beim Gegner. Doch was gibt wohl heute Abend den Ausschlag?

Koblenz wird vor allem ein Auge auf Nexhdet Gusturanaj werfen müssen. Der Topscorer der Klingnauer ist in jedem Spiel für ein Tor gut – und das wissen die Abwehrspieler der Konkurrenz. Klingnau seinerseits sollte darauf bedacht sein, ein faires Spiel zu absolvieren. Denn mit Bora Kalyon fehlt unter anderem der Captain gelb-gesperrt. Und Koblenz zeigt sich nach Standards immer wieder brandgefährlich. Aber auch den Schützlingen von Detlef Bruckhoff fehlen einige Spieler, gesperrt oder anderweitig.

Das Brüder-Duell

Neben den Akteuren dürfte auch der Schiedsrichter immer wieder im Mittelpunkt stehen. Gabriele Tozmann wird der Spielleiter sein. Er tut gut daran, rüde Fouls ab der ersten Spielminute mit gelben Karten zu taxieren. Ansonsten dürfte es eine wahre Grätsch-Orgie wie damals im Oktober geben.

Und zu guter Letzt ist da noch eine Geschichte, die geschrieben werden könnte: Stjepan und Danijel Kovacevic werden sich zum ersten Mal gegenüberstehen. Der Koblenzer Stürmer und der Klingnauer Trainer sind Brüder. Ob sie sich sogar auf dem Spielfeld begegnen werden, ist noch nicht klar. Denn eigentlich spielt Danijel Kovacevic nicht mehr seit er das Traineramt inne hat. Einmal hat er aber dennoch ausgeholfen – und gleich getroffen. Ob er sich selber aufstellen wird?

Die Antworten auf alle offenen Fragen werden ab 20.15 Uhr auf dem Sportplatz Grie in Klingnau beantwortet. Die beiden Mannschaften freuen sich über viele Zuschauer.

Koblenz verliert unglücklich

Dienstag, 16 Mai 2017 13:55

Der FC Koblenz unterliegt dem kriselnden FC Othmarsingen mit 1:3. Es ist die vierte Koblenzer Niederlage en suite.

 

Mit grossen Erwartungen und topmotiviert ging man in in das Spiel gegen einen schwächelnden Kontrahenten.

Bereits in der 3. Minute hatte Koblenz eine Topchance nach einem langen Einwurf. Leider fand der Ball den Weg nicht ins Tor. 

Die Othmarsinger beschränkten sich auf das Kontern und waren mit den langen Abschlägen des Torhüters gefährlicher als mit dem Aufbauspiel. In der 13. Minute tankte sich Gezim Zeqiraj links durch zwei Abwehrspieler durch und markierte das 0:1 entgegen dem Spielverlauf. 

Die Koblenzer hatten Mühe mit dem auf der Eichhalde herrschenden Gegenwind. So führte ein Abschlag von Koblenz zum 0:2 für Othmarisngen. Die Koblenzer erwarteten einen langen Abschlag. Wegen des Gegenwindes kam dieser nicht so weit wie erwartet. Der Gegner köpfte so den Abschlag sogleich zurück und Gezim Zeqiraj konnte alleine auf Torhüter Ceylan zulaufen und einschieben. 

Die Koblenzer konnten aber reagieren und konnten einen Eckball mit einem schönen Kopfball durch Jeton Kicaj zum 1:2 verkürzen. So ging es zur Pause.

In der 2. Hälfte sah man kein anderes Bild. Die Koblenzer waren bemüht, das Spiel zu machen währenddem die Gäste auf Konter lauerten. Leider konnte man keine nennenswerte Torchancen erarbeiten und man begann mit der harten Gangart des Gegners zu hadern. In der 80. Minute entstand dann doch eine Chance durch Besmir Suka. Er nahm den Ball direkt aus der Luft im Strafraum. Der Goalie parierte den Schuss aber mirakulös.

In der 90. Minute schoss Nils Bruckhoff den vermeintlichen Ausgleichstreffer. Doch der Schiedsrichter ahndete ein Goaliefoul. Noch schlimmer kam es in der Nachspielzeit. Der Schiedsrichter pfiff in der Nachspielzeit einen Penalty gegen Koblenz, nachdem der Ball an den Körper eines am Boden liegenden Spielers geprallt war. Zeqiraj liess sich die Chance nicht nehmen und schoss das dritte Tor am Abend. Somit war die Niederlage besiegelt.

Am Freitag steht nun das Derby an. Koblenz reist nach Klingnau, um zu punkten. Aber einfach wird das wohl keineswegs, denn Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Anpfiff in Klingnau ist um 20.15 Uhr.

Nach einer bescheidenen ersten Hälfte lag Koblenz schon klar zurück. Die Partie gegen Gränichen wurde noch einmal spannend und ging dennoch verloren.

 

von Alessandro Crippa

Das gibt es doch äusserst selten. Koblenz verliert zu Hause auf der Eichhalde ein Spiel. Gegner war mit dem FC Gränichen ein grosses Kaliber, dennoch ärgerte sich Captain Meriton Shabani nach der Partie: «Wir sind in der Abwehr nicht gut genug gestanden.»

Hoher Pausenrückstand

Die Partie hat zwar nicht schlecht begonnen, denn Koblenz konnte gut mithalten. Nach 25 Minuten war es aber ein erstes Mal um die Mannschaft von Detlef Bruckhoff geschehen. Kürsat Kiybar markierte den ersten Treffer für die Gäste, seinen 21. in dieser Saison. Damit ist er Leader in der Torschützenliste der Liga.

Das zweite Tor war ungemein unglücklich. Tomislav Bajo wollte den Ball aus spitzem Winkel in die Mitte köpfen. Das Leder fand aber zum Erstaunen aller Anwesenden den Weg ins Tor, 0:2 also für den FC Gränichen. Doch das war es noch nicht. Koblenz ging mit einem 0:3-Rückstand in die Pause. Nach einem Eckball brachte die Koblenzer Hintermannschaft den Ball nicht weg und Almedin Hodzic drückte den Ball über die Linie.

Die Fast-Wende nach der Pause

Nach dem Tee kamen Egzon Morina (für Leutrim Aliaj) und Jeton Kicaj (für Tobias Merki) auf das Spielfeld. Und das sollte sich schon nach sieben Minuten auszahlen. Besmir Suka konnte reüssieren. Die nun aggressiver auftretenden setzten sich im Strafraum der Gäste aus Gränichen fest und als der Ball dem Koblenzer Mittelfeldspieler vor die Füsse fiel, schob ihn dieser zum 1:3 über die Linie.

Und auch der Captain, Meriton Shabani, konnte nur wenig später – nach einer Stunde genau genommen – den Anschlusstreffer erzielen. Nach einem Einwurf von Jeton Kicaj – die sind in der ganzen Liga gefürchtet – lauerte der Angreifer auf Höhe es zweiten Pfostens und netzte ein.

Wille wird nicht belohnt

Danach roch Koblenz Lunte. Es könnte doch noch etwas gehen. Das Heimteam drückte auf den Ausgleich, doch er wollte nicht fallen. Stattdessen konterten die Gränicher. Und Roger Erni, der Torhüter von Koblenz, touchierte den herannahenden Angreifer und der Unparteiische gab einen Elfmeter. Ein Fehlentscheid? Meriton Shabani meint: «Nein, ich denke, das war schon richtig.»

Marc Wehrli verwertete den Strafstoss und besiegelte somit die Niederlage für den FC Koblenz kurz vor dem Ende der Partie. Und dass Koblenz verliert ja wirklich selten auf der Eichhalde, aber nun ist es wieder einmal passiert. Schlimm ist es nicht, denn Koblenz ist mit 30 Punkten immer noch auf dem tollen vierten Rang klassiert.

Telegramm: FC Koblenz – FC Gränichen 2:4 (0:3) – Tore: 25. Kiybar 0:1, 38. Bajo 0:2, 45. Hodzic 0:3, 52. Suka 1:3, 61. M. Shabani 2:3, 85. Wehrli (Foulpenalty) 2:4.

Aufstellung: Erni; Seiler (76. Bruckhoff), Beciraj, H. Brkic, Aliaj (46. Morina); Hajdini, Halili, Merki (46. Kicaj), Suka; M. Shabani; S. Brkic.

Koblenz verpasst Sprung auf Leaderthron

Mittwoch, 26 April 2017 15:08

Fussball, 2. Liga: FC Frick- FC Koblenz 4:1 (3:0)Koblenz verpasst Sprung auf Leaderthron Der FC Koblenz hätte am Samstag mit einem Sieg in Frick die Spitze übernehmen können. Doch die Mannschaft von Detlef Bruckhoff unterlag mit 1:4.

KOBLENZ (ac) _ Da war sie, die grosse Chance. Erneut muss man sagen. Doch der FC Koblenz konnte sie nicht nutzen. Wettingen spielte am Freitagabend in Klingnau nur unentschieden. Schützenhilfe vom Lokalrivalen quasi. Koblenz wäre mit einem Sieg gegen die im breiten Mittelfeld klassierten Fricker an FC Wettingen vorbeigezogen und hätten mindestens eine Woche vom obersten Rang gegrüsst.

   Meriton Shabani, Captain beim FC Koblenz, fand nach dem Spiel deutliche Worte: «Wir haben praktisch keine Zweikämpfe gewonnen, liessen dem Gegner zu viel Raum und waren oft einen Schritt zu spät.» Das sind sicherlich die drei Hauptgründe für die Niederlage.

Zwei Tore von Fricks Altunkapan

Vielleicht waren die Koblenzer auch noch nicht richtig auf dem Platz, denn in der sechsten Minute klingelte es nämlich schon das erste Mal. Firan Altunkapan hatte eingenetzt.

Auch danach wurde das Spiel des FC Koblenz nicht wesentlich besser. In der 24. Minute war es erneut der Fricker Stürmer Altunkapan, der traf. Das Tor kam nach einem Eckball zustande.

¬Die Mühe mit den Flanken

So ging es dann auch in die Pause, beim Stand von 2:0. Wer nach dem Unterbruch auf eine Steigerung seitens Koblenz gehofft hatte, wurde enttäuscht. Schon nach wenigen Minuten fiel auch noch das 3:0. Roger Herzog war dafür besorgt. Meriton Shabani meint dazu: «Sie haben uns mit ihren Diagonalbällen das Leben schwer gemacht.» Das Team habe Mühe gehabt, diese Flanken zu unterbinden und so sei Frick zu seinen Toren gekommen.

¬Topspiel gegen Gränichen¬

Das vierte und letzte Fricker Tor fiel kurz vor Schluss nach einem Missverständnis in der Koblenzer Hintermannschaft inklusive Torhüter Cihan Ceylan. Apropos Ceylan: Der Schlussmann verwandelte wieder einmal einen Elfmeter. In der 84. Minute verkürzte er für seine Farben auf 1:3.

   Nun liegt Koblenz nach der Niederlage weiterhin auf dem 2. Platz, was natürlich immer noch hervorragend ist, keine Frage. Das nächste Spiel steht auch schon bald wieder auf dem Plan. Am Samstag wird der FC Gränichen auf der Eichhalde zu Gast sein. Dann wird die Truppe von Detlef Bruckhoff auf Wiedergutmachung aus sein und einen Sieg landen wollen. Einfach wird das nicht, denn Gränichen ist nur einen Punkt hinter Koblenz auf Rang drei klassiert. Anpfiff ist um 19 Uhr.

¬Aufstellung¬

Ceylan; Seiler, Beciraj, H. Brkic, Aliaj; Hajdini, Merki (72. Kicaj), Korkut (46. Morina), Halili; M. Shabani (72. L. Shabani); S. Brkic.

Koblenz feiert den neunten Saisonsieg

Dienstag, 18 April 2017 13:36

Nach der klaren Niederlage gegen den FC Kölliken raffte sich der FC Koblenz wieder auf und gewinnt am Mittwoch zu Hause gegen den FC Aarau 1902 mit 3:1. Die Bruckhoff-Truppe ist somit weiterhin Zweiter.

von Alessandro Crippa

Die Angst, die in Koblenz während der Winterpause latent bestand, war, dass die Mannschaft bei einer Niederlage in ein Loch fallen und nicht genügend schnell wieder rausfinden würde. Am Wochenende gab es gleich eine 0:5-Niederlage in Kölliken, einem Abstiegskandidaten. Doch die Angst dürfte wohl verflogen sein, denn Koblenz gewinnt gegen einen deutlich höher einzustufenden Gegner, den FC Aarau 1902, zu Hause mit 3:1.

Der Start war glänzend, Koblenz legte los wie die Feuerwehr. In der 4. Minute konnte Leutrim Aliaj einen Freistoss treten. Diesen verwandelte er sogleich direkt und löste grossen Jubel aus. Kaum war dieser verhallt, ertönte er schon ein nächstes Mal. Samir Brkic überlupfte den Aarauer Torhüter in der 8. Minute und traf damit zum 2:0.

«Deutlich besser» als Aarau

Die Entscheidung fiel noch vor der Pause. Wiederum war es Stürmer Brkic, der traf. Ein langer Ball aus der Verteidigung heraus fand den Koblenzer Angreifer. Er zog alleine auf den Torwart los und überlupfte diesen ein zweites Mal erfolgreich. Mit dem 3:0 hatten die Koblenzer den Deckel so gut wie draufgemacht.

Nach der Pause kam Aarau nach einem Eckball zwar noch zum Anschlusstreffer. Das 3:1 war in der Endabrechnung aber nicht mehr als Resultatkosmetik. Denn in der 62. Minute nahm sich Aarau sozusagen selber aus dem Spiel. Sebastian Salemi sah die gelb-rote Karte.

Danach passierte nicht mehr viel und Koblenz gewann die Partie verdient. Sportchef Christian Rist zeigte sich erfreut: «Wir waren deutlich besser als Aarau.» Deutlich besser wollen die Herren aus Koblenz auch am nächsten Samstag sein, wenn sie beim FC Frick zu Gast sind.

FC Koblenz: Ceylan; Seiler, Beciraj, Kicaj (79. Redzic) , Aliaj; Suka (85. Buzhala) , Merki, Halili, M. Shabani, Morina; S. Brkic (76. L. Shabani).

«Am Schluss zählt jeder Punkt»

Montag, 27 März 2017 14:57

Der FC Koblenz startet mit einem Unentschieden in die Rückrunde. Gegen Mitaufsteiger Mellingen gab es ein mageres 0:0.

von Alessandro Crippa

Das Zitat im Titel hat wohl etwa gleich viel Gehalt wie es das Spiel am Samstagabend zwischen Koblenz und Mellingen hatte. Es stammt vom Sportchef Christian Rist. Dieser ist dennoch nicht ganz unglücklich mit dem Punkt, denn wie heisst es auch so schön: «einer ist besser als keiner».

Leotrim Shabani trifft die Latte

In der ersten Hälfte sind zunächst die Gäste aus dem Reusstal feldüberlegen. Zwingende Torchancen erspielen sie sich dennoch nicht. Koblenz-Torhüter Cihan Ceylan muss zwar einige Male eingreifen, insgesamt verbringt er aber einen ruhigen Abend. Die einzige nennenswerte Aktion vor der Pause gehörte dann dem Heimteam. Leotrim Shabani fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und donnerte den Ball aufs Tor. Das Geschoss traf die Querlatte. Den zahlreich erschienenen Zuschauern – es waren rund 200 – blieb der Torschrei im Hals stecken.

Wer nach dem Tee auf mehr Spektakel gehofft hatte, wurde enttäuscht. Koblenz übernahm zusehends das Spieldiktat. Mellingen zog sich mehr und mehr in die eigene Platzhälfte zurück und konzentrierte sich auf die Defensivarbeit. Christian Rist meinte nach dem Spiel: «Die Mellinger sind wohl zufrieden, wenn sie bei uns einen Punkt holen.»

Nächster Gegner sind die Eagles Aarau

Bis auf ein paar Kopfballchancen nach ruhenden Bällen kam auch Koblenz nicht zu grossen Möglichkeiten, das Goldene Tor zu erzielen. Oliver Isler im Tor der Mellinger rettete einige Male mirakulös und darf getrost als Matchwinner bezeichnet werden. So endete die Partie mit einem mehr oder weniger leistungsgerechten 0:0. Und das obwohl Koblenz bezogen auf die Fitness in einem deutlich besseren Zustand war als der Gegner.

Koblenz verbleibt somit mindestens bis am heute Abend auf dem 2. Rang. Dies weil Klingnau verloren und Othmarsingen noch nicht gespielt hat. Der FCO spielt heute gegen die Eagles Aarau. Letztere sind der nächste Gegner für die Zurzibieter Mannschaft am Samstag. Einige Spieler werden möglicherweise nach Aarau fahren, um dem Spiel beizuwohnen und so gleich etwas mehr über die taktischen Einstellungen des Gegners zu erfahren.

Ob das dem FC Koblenz etwas nützt, ist am Samstag ab 19 Uhr auf der Koblenzer Eichhalde in Erfahrung zu bringen.

   FC Koblenz: Ceylan; Seiler, H. Brkic, Beciraj, Aliaj; Suka (70. Bruckhoff), Merki, Halili, Morina; M. Shabani (80. Kicaj); L. Shabani (60. S. Brkic).

Koblenz überwintert als Zweiter

Montag, 31 Oktober 2016 16:10

Zum Abschluss der Vorrunde gewinnt der FC Koblenz zu Hause gegen Windisch deutlich mit 3:0.
Somit schliesst er seine ohnehin schon hervorragende erste Saisonhälfte perfekt ab.


Alessandro Crippa
Dass ein Spieler mal nicht an einem Spiel teilnehmen kann, ist ja ziemlich normal. Verletzungen,
Sperren und Ähnliches können zu einer Abwesenheit führen. Dass aber der Trainer fehlt, ist eher
ungewöhnlich. Detlef Bruckhoff konnte am Samstag beim letzten Spiel aber ausnahmsweise nicht
dabei sein, er steckte in Barcelona fest. Deshalb übernahmen Co-Trainer Lars Binkert und Sportchef
Christian Rist für das abschliessende Spiel das Coaching.
Spiele gegen Letzten in der Tabelle sind nie einfach. Der Gegner ist immer besonders motiviert, die
rote Laterne nach Möglichkeit abzugeben. Windisch hatte zwar nicht die Möglichkeit, vom letzten
Platz wegzukommen, aber immerhin wollte man den Abstand zum Vorletzten verkürzen. Und das
bekam Koblenz zu spüren. Die Räume waren eng, Windisch verteidigte das eigene Tor mit allen
Mitteln. So kam Koblenz zu keinen nennenswerten Aktionen bis zum Halbzeitpfiff. Der einzige
Aufreger war ein Penaltypfiff für den FC Windisch. Torhüter Cihan Ceylan parierte ihn aber. Später
sollte er gänzlich zum Matchwinner aufsteigen.


Ceylan wird zum Torschützen
Nach der Pause griffen Binkert und Rist zu neuen taktischen Massnahmen. Sie wechselten Kicaj und
Jongjaroen ein. Sie sollten der Offensive neuen Schwung verleihen. Und das taten sie. Nur fünf
Minuten nach ihrer Einwechslung traf der Erstgenannte. Nach einem Freistoss von der halb linken
Position – Bajrami trat ihn – war Kicaj mit dem Kopf zur Stelle und markierte das 1:0 für das
Heimteam. Nur fünf Minuten später hätte das Geburtstagskind Veton Bajrami die Zuschauer auf der
Eichhalde ein zweites Mal jubeln lassen sollen. Koblenz bekam seinerseits einen Elfmeter
zugesprochen. Aber Windischs Torhüter parierte den gutgetretenen Schuss hervorragend. Nach dem
Spiel kam aus, dass Bajramis Vorbild Cristiano Ronaldo auch einen Elfmeter verschoss. Es habe also
so sein müssen, meinte der Aussenverteidiger lachend.
In der 70. Minute bekam Koblenz schon den zweiten Elfmeter, diesmal aufgrund eines Handspiels.
Torhüter Cihan Ceylan legte sich den Ball zurecht. Er setzte zum Schuss an, schickte den Goalie von
Windisch in die falsche Ecke und schob gekonnt unten rechts ein. Der Jubel war riesig. Christian Rist
sagte nach dem Spiel, dass er nicht hinsehen konnte: «Ich habe nur gedacht, wenn der jetzt
verschiesst, ist hinten das Tor verwaist. Und es stand ja nur 1:0 für uns!» Doch es kam alles gut und
dem Sieg stand so nichts mehr im Wege.


Trainingslager bezahlen die Spieler selber
Zumindest nicht der Gegner, denn der brachte offensiv weiterhin wenig zu Stande. Koblenz spielte
das Ding gekonnt herunter und traf in der 92. Minute sogar noch zum 3:0. Somit fiel das Resultat
auch dem Spielgeschehen entsprechend aus. Wieder war Bajrami der Vorlagengeber, Hasan Brkic
vollendete mit dem Kopf. Dank zwei Vorlagen konnte Bajrami auch über den verschossenen Penalty
hinwegsehen.
Koblenz wird jetzt bis im Dezember eine Trainingspause einlegen und dann sich dann in der
Turnhalle fithalten. Viel Taktisches wird dort nicht eingebaut, das wird dann in der im Februar
beginnenden Vorbereitung der Fall sein. Diese wird im März mit einem Trainingslager in Malaga
abgeschlossen. Dieses bezahlen die Spieler im Übrigen selber. Christian Rist erklärt: «Uns fehlen die
ganz grossen Sponsoren.» Auf diese Saison hin konnten mit der Laubhus AG und der Raiffeisen zwei
neue Geldgeber gewonnen werden, aber über neue Sponsoren würde man sich auf der Eichhalde
keinesfalls beklagen.
Der FC Koblenz zeigt – zumindest im Moment – aber vorzüglich, dass es auch ohne das grosse Geld
gelingen kann, vorne mitzuspielen. Der Aufsteiger wird auf dem 2. Rang überwintern, nur einen
Punkt hinter Leader Wettingen. Gegen diesen kassierte er vor zwei Wochen die erste Heimpleite seit
über zweieinhalb Jahren. Eine unglaubliche Serie! Christian Rist findet nur ein, dafür umso
passenderes Wort für die Vorrunde der Mannschaft vom Rhein: «Unglaublich!» Recht hat er.


Aufstellung Koblenz: Celyan; Seiler, S. Brkic, Beciraj, Bajrami; Hajdini (55. Kicaj), Unayuk, Merki (55.
Jongjaroen), Morina; Halili; S. Brkic.

Koblenz weiterhin entzückend

Samstag, 29 Oktober 2016 09:18

Der FC Koblenz gewinnt auswärts in Gontenschwil mit 2:0 und überholt in der Tabelle den FC
Klingnau. Neu steht die Bruckhoff-Truppe auf Rang 3.


Alessandro Crippa, «die Botschaft»
Am Sonntag reiste Koblenz voller Hoffnung in den Süden des Kantons. Gontentschwil lag nur knapp
oberhalb des Strichs (11. Platz), dennoch nur fünf Punkte hinter dem Gegner. Koblenz war zu diesem
Zeitpunkt auf Rang 6 klassiert. Mit einem Sieg hätte Gontenschwil also bis auf zwei Punkte zu Koblenz
aufschliessen können.
Die Nordaargauer begannen spielbestimmend und drückten gleich nach dem Anpfiff auf das
Gaspedal. Die Hausherren liessen sie walten und schalten, wie es ihnen gefiel. So musste das
Heimteam immer wieder im letzten Moment ein Foul und somit gefährliche Standardsituationen in
Kauf nehmen.
Bajrami zweimal Assistgeber
Bereits in der 8. Minute konnte Veton Bajrami von der linken Seite einen Freistoss treten. Mit seinen
Flanken lehrte er schon manchem Gegner das Fürchten. Auch Gontenschwil hätte das wissen
können, spielte Bajrami doch letzte Saison schon mit dem FC Klingnau gegen den FCG. Den vom
Aussenverteidiger zur Mitte getretenen Freistoss wuchtete der aufgerückte Innenverteidiger Ugur
Unayuk ins Tor, Koblenz führte 1:0!
Wer nun dachte, Gontenschwil würde erwachen und sogleich den Ausgleich suchen, sah sich
getäuscht. Es war weiterhin Koblenz, das die Partie in der Hand hatte. Nur zehn Minuten später fiel
der zweite Treffer für die Gäste. Wieder konnte Bajrami, diesmal in der Nähe der linken Eckfahne
einen Freistoss zur Mitte bringen. Diesmal war es der andere grossgewachsene Innenverteidiger,
Hasan Brkic, der den Ball unter die Latte ins Netz köpfeln konnte.
Pfosten rettet vor Anschlusstor
Nach dem zweiten Gegentreffer erwachte Gontenschwil doch noch. Die Gastgeber kamen besser ins
Spiel und drehten auf. Bis zur Pause konnten sie sich aber nicht viele nennenswerte Chancen
erspielen und gingen deshalb mit dem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabinen.
Nach dem Pausentee standen die Zurzibieter weiterhin tief in der eigenen Platzhälfte, da
Gontenschwil nun vehement auf das Anschlusstor drückte. Doch es wollte nicht fallen. Koblenz
verfiel auch nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Jeton Kicaj nicht in Panik, obschon Trainer
Bruckhoff einige positionelle Wechsel vornehmen musste. Die Abschlüsse des Heimteams waren im
Endeffekt eben doch zu wenig zwingend, ein Pfostenschuss in der 70. Minute war die gefährlichste
Aktion. Wäre aber dieser Ball reingegangen, wer weiss, was noch auf die Koblenzer zugekommen
wäre.
Koblenz konterstark
Koblenz konzentrierte sich vornehmlich aufs Kontern und tat dies gar nicht mal so schlecht,
zumindest bis zum Abschluss. Gleich vier grössere Chancen vergaben die Gäste. Samir Brkic, Meriton
Shabani und Haki Hajdini vergaben aus teilweise sehr guten Abschlusspositionen. Zudem traf der
eingewechselte Besmir Suka den Pfosten. Der Sieg hätte also auch noch höher ausfallen können.
Alles in allem geht der Sieg für den Aufsteiger aber sicher in Ordnung. Mit den neugewonnenen
drei Punkte liegen die Koblenzer nun auf dem dritten Tabellenrang. Das bedeutet auch, dass man vor
dem Lokalrivalen Klingnau liegt, der am Freitag überraschend klar gegen den Mitaufsteiger von
Koblenz, den FC Frick, mit 0:3 verlor.
Am Samstag bestreitet der FC Koblenz um 19 Uhr zu Hause sein letztes Vorrundenspiel. Zu Gast ist
der FC Windisch, momentan Letzter. Solche Spiele sind aber nicht zwingend einfacher zu gewinnen.
Trotzdem will der FC Koblenz natürlich drei Punkte holen und sich so weiter Luft verschaffen im
Kampf gegen den Abstieg. Dieser Kampf ist in vollem Gange, denn Koblenz (und auch Klingnau)
haben trotz Rang 3 und 4 nur gerade acht Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Und in dieser 2.
Liga ist diese Saison wirklich alles möglich.


Aufstellung Koblenz: Ceylan; Seiler, H. Brkic, Unayuk, Bajrami; Merki; Halili, Kicaj (46. Beciraj), M.
Shabani, Hajdini (76. Suka), S. Brkic (89. Bajraj).

Koblenz gewinnt auch beim FC Brugg

Montag, 10 Oktober 2016 08:46

Fussball, 2. Liga: FC Brugg – FC Koblenz 2:3 (1:2)

Unglaublich, was der FC Koblenz als Aufsteiger in der 2. Liga momentan abzieht. Auch in Brugg
konnte man dank eines Last-Minute-Treffers einen Vollerfolg landen. Wie letzte Woche war das
Ergebnis 3:2.
von Alessandro Crippa
Das Spiel gegen Klingnau mit der grossartigen Aufholjagd hat Kraft gekostet, so viel stand schon vor
dem Spiel fest. Gleich auf fünf Positionen musste Trainer Bruckhoff umstellen. Samir Brkic, Joel Seiler
und Arijanit Kabashaj fehlten verletzungsbedingt, Hasan Brkic war anderweitig abwesend und Durim
Beciraj fehlte gelb-gesperrt.
Dass der FC Koblenz aber mit einer grossen Umstellung zurechtkommen musste, war in der ersten
Halbzeit nicht zu sehen. Die Zurzibieter waren es nämlich, die die Gangart bestimmten und sich die
ersten Chancen erarbeiteten. Bereits nach zehn Minuten gingen die Gäste in Führung. Natcha
Jongjaroens Aussenristpass fand Egzon Morina und dieser verwandelte sicher.
In der 15. Minute konnte Natcha Jongjaroen selbst ein erstes Mal alleine auf Brugg-Hüter Kohler
losziehen. Der Stürmer, der letztes Wochenende noch getroffen hatte, ging als Verlierer aus diesem
Duell hervor.
Anschlusstor gleich nach 2:0
Brugg reagierte nicht wirklich, war eher geschockt vom Rückstand. Koblenz war fortan immer noch
spielbestimmend und erarbeitete sich einige nennenswerte Aktionen. In der 36. Minute war es dann
wieder soweit. Morina liess Koblenz zum zweiten Mal jubeln. Diesmal kam die Vorlage von Meriton
Shabani, dem Siegtorschützen von letztem Wochenende.
Aber nach diesem Treffer schien Brugg auch noch erwacht zu sein. Praktisch im Gegenzug fiel der
Anschlusstreffer. Consty Vaho war dafür besorgt und brachte neue Hoffnungen ins Spiel des
Heimteams. Koblenz verwaltete aber den Vorsprung bis zur Pause und ging mit einer minimalen
Führung in die Garderoben.
Consty Vaho erzielt zwei Tore
Wie gefährlich eine 2:0-Führung sein kann, weiss Koblenz nur zu gut. Am letzten Wochenende hat
man ja genau eine solche Führung des Lokalrivalen Klingnau zunichte gemacht, ausgeglichen und
dann noch gewonnen. Soweit sollte es aber diesmal nicht kommen, Koblenz wollte den Sieg nicht
noch herschenken.
Ganz einfach wurde dieses Unterfangen aber nicht. Brugg drückte nämlich kaum war die Partie
wieder freigegeben auf den Ausgleich. Und es ging auch nicht lange, bis der Ausgleicht Tatsache war.
Wiederum war es Consty Vaho, der für die Wasserschlössler einnetzte.
Keine rote Karte gegen Brugg
Der FC Brugg drückte auch in der Folge weiter, die Angriffswellen kamen nur so auf die Koblenzer
zugeschossen. Das hatte möglichweise auch mit der Einwechslung des Brugger Topscorers Gezim
Zeiqiraj zu tun. Weshalb der Stürmer zu Beginn auf der Bank sass, ist nicht klar. Klar ist aber, dass er
enorm viel für das Angriffsspiel des Heimteams leistete und Koblenz immer wieder vor ernsthafte
Probleme stellte.
In der 78. Minute konnte dann Koblenz wieder einmal auf sich aufmerksam machen. Natcha
Jongjaroen zog alleine aufs Brugger Tor zu. Er konnte nur mit einem Foul des letzten Mannes
gestoppt und an einem Torerfolg gehindert werden. Zur allgemeinen Verwunderung sah der Brugger
Abwehrspieler aber für diese Notbremse nicht die rote Karte.
Am Samstag kommt Wettingen
Koblenz steckte aber nicht auf und warf auch in den letzten Spielminuten noch einmal alles in die
Waagschale. Nach einem Foul des Bruggers Ndau gab es dann doch noch einen Platzverweis. Ndau
sah die zweite gelbe Karte und wurde vom Spiel ausgeschlossen. Den anschliessenden Freistoss trat
Veton Bajrami lang auf den zweiten Pfosten. Egzon Morina konnte zurückköpfeln und der
eingewechselte Leotrim Shabani stand genau richtig. Er drosch den Ball in die Maschen und liess sich
feiern. Wieder ein spätes Tor von Koblenz, das die Entscheidung herbeiführte. Wieder 3:2! Wieder
gewonnen! Selbsterklärend war Egzon Morina mit zwei Toren und einem Assist der Mann des Spiels.
Der Lauf geht also weiter. Am nächsten Samstag empfängt Koblenz um 19 Uhr den FC Wettingen zu
einem wahren Spitzenkampf.
Der traditionsreiche FC Wettingen konnte die Klasse in der letzten Spielzeit nur knapp halten,
begeistert jetzt aber seine Zuschauer mit Offensivspektakel. Am Wochenende gab es einen klaren
6:2-Erfolg gegen den FC Mellingen. Zudem ist der FC Wettingen die fairste Mannschaft der Liga.
Der FC Koblenz freut sich über viele Zuschauer auf der Eichhalde, die am Samstag das Duell des
Vierten gegen den Zweiten verfolgen wollen.
Aufstellung FC Koblenz: Ceylan; Aliaj, Kicaj (64. L. Shabani), Merki, Bajrami; Suka (76. Peci), Halili,
Hajdini, Morina; M. Shabani; Jongjaroen.

Aktuell

Meisterschaft 3. Liga
FC Döttingen : FC Koblenz
Freitag, 26.10.2018 20:00 Uhr

Meisterschaft 5. Liga
FC Koblenz 2 : FC Klingnau 2a
Sonntag, 28.10.2018 16:30 Uhr

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