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Nermin Osmani

Bereits zum zweiten Mal empfängt Klingnau diese Saison zu Hause den FC Koblenz. Die beiden Zurzibieter Teams kämpfen morgen ab 20 Uhr um einen Platz im Cup-Viertelfinal. Eine Frage stellt sich aber: Wer ist eigentlich Favorit?

Alessandro Crippa

Morgen werden die Fussballgesetze im Zurzibiet gleich doppelt ausgeschaltet. Erstens gibt es sie in einem Derby nicht _ und schon gar nicht in einem Cupspiel. Morgen gibt es beides in einem. Morgen wird es wieder strahlende Sieger und bitter enttäuschte Verlierer geben. Das ist immer so, wenn Klingnau auf Koblenz trifft.

"Was bisher geschah"

Der Cup-Wettbewerb scheint dem FC Koblenz zu liegen. In der ersten Runde gewann er gegen den SV Würenlos mit 4:1, gab sich gegen den Viertligisten keine Blösse. Auch in der zweiten Runde war ein Viertligist der Gegner _ der FC Turgi. Auch diesen Gegner besiegte Koblenz fast problemlos mit 3:0. Und nach dem jeweiligen Cupsieg gab es auch im nächsten Meisterschaftsspiel einen Vollerfolg, zweimal eher unerwartet. Der Cup bringt den Koblenzern also Glück.

Klingnau schaltete zwar in der ersten Runde den FC Rohr mit 9:1 aus, musste aber in der zweiten Runde kämpfen, leiden und zittern. Erst im Elfmeterschiessen konnte er den FC Frick besiegen. Seit da ist er in der Meisterschaft in ein kleines Loch gefallen, hat in den letzten fünf Spielen nur noch fünf Punkte geholt. Zu wenig für eine Spitzenmannschaft.

Findet Klingnau wieder in die Spur?

Koblenz taucht in der Tabelle nach zwei Siegen plötzlich wieder über dem Strich auf. Trotz vielen Unruhen (gesperrter Trainer, viele Abwesende Spieler) hat es die interimistische Teamleitung geschafft, der Mannschaft den Rücken zu stärken und sie wieder zu Siegen zu führen.

Bei Klingnau bricht zwar noch nicht die Welt zusammen, aber ganz zufrieden ist Trainer Danijel Kovacevic aktuell nicht mit seiner Mannschaft. Zu viele Chancen lässt sie liegen, zu oft verschenkt sie so Punkte. Vielleicht kommt da eine neuerliche Cup-Partie gerade recht, um wieder in die Spur zu finden.

Die Null halten und die Leistung abrufen

Die Bedeutung des Duells ist für beide Mannschaften enorm hoch. Beide wollen unbedingt gewinnen, es geht schliesslich auch noch um Ruhm und Ehre. Koblenz Sportchef und Interimstrainer Christian Rist sagt, man werde mit einem guten Kader auflaufen _ trotz erneutem Fehlen diverser Akteure. Und er fügt an: "Wir gehen ganz ohne Druck nach Klingnau." Man wolle möglichst lange die null halten, im Notfall auch 120 Minuten. "Dann kommt es gut."

Auch für einen Kampf über 120 Minuten wäre Danijel Kovacevics Mannschaft bereit, auch wenn er sagt: "Lieber nicht. Wir müssen am Freitag nach Kölliken zu einem schweren Auswärtsspiel." Doch so weit will der Trainer eigentlich noch nicht denken. Zuerst stehe das Weiterkommen im Vordergrund. "Wenn wir alle zu hundert Prozent unsere Leistung abrufen können, dann kommt es gut." Doch es reiche nicht, fügt der Trainer an, wenn sich jeder ein bisschen zurücknimmt und ein bisschen Kraft sparen will.

Wer ist Favorit?

Letztes Jahr kamen beide Mannschaften nicht weit im Cup, Klingnau wie Koblenz scheiterten in der zweiten Runde. Beide scheiterten im Elfmeterschiessen. Klingnau unterlag auswärts dem FC Mutschellen, Koblenz zog gegen den späteren Cupsieger Gränichen den Kürzeren. Diesmal wird eine von beiden Mannschaften im Cup "überwintern".

Und wer geht als Favorit in die Partie? Der aktuelle Trend würde sagen, es sei Koblenz. Doch das stimmt nicht ganz. Koblenz ist in der Tabelle immer noch hinter Klingnau klassiert und Klingnau hat die eingespieltere Mannschaft. Dennoch: so sonnenklar ist die Favoritenrolle auch nicht mehr beim FC Klingnau, da in der Meisterschaft zurückgebunden wurde _ auch mit Punktverlusten gegen vermeintlich schwächere Teams. Man darf also gespannt sein, welche Geschichten das nächste Derby schreibt. Ab morgen Abend (20 Uhr) wird man es auf dem Sportplatz Grie erfahren.

Neuerliche Überraschung von Koblenz

Montag, 16 Oktober 2017 12:53

Wieder einmal beendet Koblenz eine Siegesserie. Wieder einmal unerwartet. Gegen das drittplatzierte Othmarsingen gab es dank einer starken, konzentrierten Leistung einen verdienten 2:1-Erfolg. Für das morgige Derby im Cup sind die Rheintaler also gerüstet.

von Alessandro Crippa

Jubelsprünge haben sie gemacht die Koblenzer, als der Unparteiische die Partie auf der Eichhalde am Samstag gegen 21 Uhr beendete. Die Spieler vom Inerims-Trainerduo Lars Binkert und Christian Rist hatten soeben den FC Othmarsingen besiegt. Der Sieg von Koblenz war gleichzeitig das Ende der Othmarsinger Siegesserie. Sie hatten zuletzt drei Partien in Folge gewonnen.

Das Trainerduo hatte wohl die richtigen Wort gefunden, um die Mannschaft vor der Partie einzustellen. "Wir wollten allen zeigen, dass wir in diese Liga gehören", meinte Lars Binkert nach der Partie. Das ist gelungen. Koblenz ging konzentriert, fokussiert und mit dem nötigen Kämpferherz in die Partie.

Dritte Chance genutzt

Koblenz wollte gleich von Beginn weg zeigen, wer Herr im Haus ist und tat dies auch hervorragend. Bereits in den ersten fünf Minuten verzeichnete man zwei Grosschancen. Beide Male wurde ein Einwurf Kicajs zu Leotrim Shabani verlängert, doch beide Male scheiterte der Stürmer am Gäste-Torhüter.

Aber in der 15. Minute war das Glück aber auf Koblenzer Seite. Meriton Shabani trat einen Eckball und am ersten Pfosten lauerte der grossgewachsene Hasan Brkic. Via dessen Kopf fand der Ball den Weg ins Netz _ 1:0 füe das Heimteam!

Othmarsingen war stets bemüht, seine spielerischen Fähigkeiten zu zeigen, doch das diese kamen kaum zur Geltung. Koblenz stand hinten sehr solide und machte es dem Gegner beinahe unmöglich einmal gefährlich vor Goalie Cihan Ceylan aufzutauchen.

Nicht nachlassen, sondern weiterkämpfen

In der 28. Minute folgte dann der zweite Treffer für die Rheintaler. Ein weiter Ball in den Strafraum landete bei Labinot Halili, der urplötzlich völlig freistand. Auch er nutzte seinen Kopf und traf ohne grosse Mühe zum 2:0.

Othmarsingen war natürlich bedient. Mit einem 2:0 im Rücken kann es aber gefährlich werden. Schnell ist der Vorsprung verspielt und der Sieg weg. Das wusste auch das Trainerduo von Koblenz und mahnte seine Spieler in der Pausenansprache nicht nachzulassen.

In der zweiten Halbzeit war die Partie umkämpft, doch viele nennenswerte Aktionen gab es nicht mehr. Ausser Leotrim Shabani machte noch einmal auf sich aufmerksam. Der Stürmer nahm eine Flanke direkt ab, der Schuss verfehlte das gegnerische Gehäuse nur knapp.

Zeqiraj kann verkürzen, mehr aber nicht

In der Schlussphase rannte Othmarsingen noch einmal mit aller Kraft an, war auch klar spielbestimmend. Koblenz wehrte sich gegen den Sturmlauf der Gäste, finf sich aber dennoch einen Gegentreffer ein. In der 86. Minute prallte ein Schuss vom Pfosten ab und Gezim Zeqiraj stand richtig. Der Stürmer musste nur noch einschieben und verkürzte auf 2:1. Doch wenig später beendete der Schiedsrichter, der auch eine gute Leistung zeigte, die Partie.

Koblenz hat dank diesem Sieg vier Punkte Vorsprung auf den Trennstrich und liegt auf Platz zehn. Ausruhen ist aber nicht an der Tagesordnung, denn bereits morgen kommt es zum mit Spannung erwarteten Duell mit dem Lokalrivalen Klingnau im Cup-Achtelfinal. Koblenz scheint nach zuletzt zwei Siegen hintereinander gerüstet zu sein.

Aufstellung: Ceylan; Seiler, Beciraj, H. Brkic, Merki; Kicaj; Suka, Hasani, M. Shabani, Halili; L. Shabani.

Koblenz überrascht wieder einmal. Dank einer engagierten Leistung kommt das Team in Fislisbach zu drei Punkten. Die Rheintaler gewinnen mit 2:3.

Alessandro Crippa

Was für eine Abwesenheitsliste, mit der sich der FC Koblenz abfinden musste. Nicht weniger als neun Kaderspieler fehlten verletzt, krank oder ferienhalber. Zum Beginn des Spiels waren genau 13 Spieler anwesend, Kastriot Berisha kam erst auf die zweite Halbzeit. Und dann stand da mit Roger Binder, dem Präsidenten und Lars Binkert, dem bisherigen Assistenten, auch noch ein neues Duo an der Seitenlinie. Juan Doval ist immer noch gesperrt.

Entlastungsangriff bringt Führung

Die Partie begann ausgeglichen, wobei Fislisbach mit zunehmender Spielzeit stärker wurde. Koblenz Torhüter Cihan Ceylan stand immer wieder im Mittelpunkt, rettete teilweise mirakulös. Gegenüber dem Aargauischen Fussballverband gab Interimscoach Roger Binder unumwunden zu, dass man sich nicht hätte beklagen können, wenn man schon früh entscheidend zurückgebunden gewesen wäre.

In der 40. Minute kam Koblenz dann _ endlich war man versucht zu sagen _ einmal wieder selber vor das Fislisbacher Tor. Jeton Kicaj fand mit seinem weiten Einwurf Hasan Brkic, der zum überraschenden 0:1 einnetzte.

Shabani-Dribbling am Ursprung des zweiten Tores

Vorbei war es mit der Koblenzer Herrlichkeit bereits zwei Minuten später. Nach einem Eckball von Fislisbach konnten die Gäste nur bis an die eigene Strafraumgrenze klären. Stürmer Pascal Widmer nahm den Ball direkt und drosch ihn aus 16 Meter in die Maschen zum 1:1 Pausenstand.

In der Pause schien das neuformierte Trainerduo die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Koblenz kam stärker aus den Kabinen zurück auf die Sportanlage Esp. Mit guter Raumaufteilung und solider Defensivarbeit verhinderten die Gäste, dass Fislisbach zu weiteren nennenswerten Aktionen kam. In der 60. Minute konnte sich Leotrim Shabani durch die Abwehrreihen durchtänzeln und bediente im Anschluss den mitlaufenden Besmir Suka mustergültig. Dieser netzte überlegt zum 1:2 ein.

Kranker Besmir Suka am Ende seiner Kräfte

Und knapp zehn Minuten später zeichnete sich Koblenz Stürmer mit der Nummer neun noch einmal aus. Mit einem Steilpass wurde er auf der linken Seite lanciert. Sein strammer Schuss von der Strafraumgrenze war für Fislisbach-Goalie Pfister unhaltbar und das damit verbundene 1:3 kam der Entscheidung gleich.

Nach dem dritten Tor nahm der Trainerstaff zwei Auswechslungen vor und nahm den völlig entkräfteten Besmir Suka vom Feld. Er war krank angetreten und zeigte eine famose Leistung.

Koblenz wieder über dem Strich

In der 93. Minute kam Fislisbach dann noch zu einem Strafstoss und verkürzte auf 2:3. Dies tat der Koblenzer Freude über den Sieg und den damit verbundenen Sprung über den Trennstrich keinen Abbruch.

Die drei Punkte waren verdient, besonders wenn man die zweite Halbzeit anschaut. Koblenz liegt neu auf dem zehnten Rang, darf sich aber keinesfalls ausruhen. Am Samstag geht es mit einem Heimspiel gegen den starken FC Othmarsingen weiter.

Aufstellung: Ceylan; Buzhala, Beciraj, Aliaj; Kicaj; Suka (71. Berisha), M. Shabani, Hasani (75. Hasani), Morina (42. Zigoli); L. Shabani.

Koblenz verliert gegen Lenzburg

Samstag, 07 Oktober 2017 09:11

Dem FC Koblenz ist das Glück weiterhin nicht hold. Am Mittwoch gibt es gegen Lenzburg eine 0:3-Niederlage. Hinzu kommt noch eine Sperre im Trainerstab.

von Alessandro Crippa

Es sei kein schlechter Match gewesen, den die Mannschaft gezeigt habe, meinte Sportchef Christian Rist nach der Partie. Es stand bis zur 66. Minute auch 0:0 und Koblenz konnte mit dem Absteiger FC Lenzburg sehr gut mithalten. Dennoch glückte Rist der Einstand als Interimstrainer nicht. Interimstrainer? Ja, das ist richtig. Aber wieso?

Im Spiel gegen Gontenschwil wurde Trainer Juan Doval des Feldes verwiesen und anschliessend vom Aargauischen Fussballverband für satte drei Monate gesperrt! Das heisst, er darf vor, während und nach den Spielen keinen Einfluss auf die Mannschaft nehmen. Bis zur Winterpause übernehmen Sportchef Christian Rist und Assistent Lars Binkert das Zepter. Auch Vize-Präsident Yves Binkert wird noch mithelfen, die Mannschaft zu führen. Er leitet ein Training pro Woche.

An Dramatik kaum zu überbieten

Christian Rist sagt, der Verein wolle jetzt nichts überstürzen und nicht gleich morgen einen neuen Cheftrainer präsentieren. "Das bringt jetzt vor der Winterpause nichts, wir lassen uns Zeit." Auch einen Kronfavoriten gibt es noch nicht.

Vielmehr wollte Rist über das Spiel reden, mit dem er trotz der Niederlage grundsätzlich zufrieden war. "Wir haben wirklich gut mitgehalten." Nach dem 0:1 geschah in der 71. Minute Verhängnisvolles: Leutrim Aliaj wurde verwarnt. Weil er sich aber gleich noch mit dem Schiedsrichter anlegte, zückte dieser noch einmal die gelbe Karte und dessen folglich die rote. Platzverweis! Und dann vergab Koblenz _ Bolentin Hasani namentlich _ auch noch einen Strafstoss. Ein Jammer!

Koblenz will an Fislisbach vorbei

In der 78. und 82. Minute machte Lenzburg den Deckel drauf _ die Gäste erzielten das zweite und dritte Tor und fuhren so drei für sie wichtige Punkte ein. Nach dem 0:3 gab es gar einen weiteren Penalty für Koblenz, aber auch dieser wollte den Weg ins Tor nicht finden, Stjepan Kovacevic scheiterte.

Koblenz verbleibt so weiterhin unter dem Strich, will aber möglichst bald wieder von dort weg. Heute Samstag gastiert man in Fislisbach, beim Aufsteiger. Dort will man punkten. Motivation genug sollte es sein, dass man sich mit einem Sieg vor den Gegner setzen könnte _ und vielleicht wieder über dem Strich wäre.

 

Aufstellung: Gräni; Seiler, Kicaj, H. Brkic, Ailaj; Suka, M. Shabani, Merki, Hasani (86. Zigoli), Halili; L. Shabani (82. S. Kovacevic).

Koblenz überrascht mit Sieg gegen Suhr

Montag, 25 September 2017 11:08

Mit viel Kampfgeist und Moral kommt Koblenz zu seinem zweiten Saisonsieg. Nach einem 0:2-Pausenrückstand gewinnt es noch mit 3:2 gegen Suhr.

Alessandro Crippa

Koblenz war Letzter in der virtuellen Tabelle, als es am Samstag um 19.45 Uhr in die Pause ging. Es stand 0:2 für den Gegner aus Suhr und alle direkten Konkurrenten von Koblenz hatten zuvor gewonnen. Juan Doval brachte es auf den Punkt: "Niemand rechnete mehr mit uns."

Und das war wohl die grosse Chance für Koblenz. Suhr, der Gegner, hatte ohnehin schon einen Lauf und konnte zuvor mehrere Siege in Folge verbuchen. Deshalb fühlte sich der Gast wohl auch zu sicher.

Aufholjagd mit den Shabanis

Captain Meriton Shabani brachte seine Mannschaft dann zurück ins Spiel. Mit einem direkt verwandelten Freistoss schaffte er den Anschluss zum 1:2 und Koblenz war wieder im Spiel. "Wir waren sicher besser", meinte Juan Doval nach der Partie.

Und nach dem Anschlusstreffer konnte Leotrim Shabani mit einem Weitschuss aus etwa 20 Metern den Ausgleich erzielen. Der Ball schlug in der unteren Torecke ein, Suhr-Torhüter Antonio Talercio hatte keine Chance.

Riesengrosser Jubel

Die Stimmung auf der Koblenzer Eichhalde war elektrisierend. Und Koblenz warf alles nach vorne. Juan Doval sagt: "Ich wollte einfach die drei Punkte und habe alles auf eine Karte gesetzt. Zum Glück ist es aufgegangen." Aufgegangen ist es. Wenn auch ganz spät. Tief in der Nachspielzeit kam Koblenz noch einmal zu einem Einwurf, den Jeton Kicaj ausführte. Hasan Brkic verlängerte ihn und wiederum war es Captain Meriton Shabani, der am zweiten Pfosten stand und einnetzen konnte. Der Jubel kannte keine Grenzen, denn nur wenige Momente danach war die Partie zu Ende.

Zunächst in Gontenschwil

Koblenz krallt sich also erneut einen Sieg. Erneut nachdem man zuvor im Cup weitergekommen ist. Dank dem Sieg liegt man auch weiterhin über dem Stirch, wenn auch nur knapp.

Das nächste Duell steigt am Samstag, Koblenz muss nach Gontenschwil zum Leader. Angst kennt aber bei den Rheintalern niemand. Juan Doval meint: "Wir haben auch Suhrs Serie gebrochen." Koblenz will also auch im Süden des Kantons überraschen.

Aufstellung Koblenz: Ceylan; Seiler, Brkic, Kicaj, Aliaj; Merki; Suka, M. Shabani, Hasani, Halili; L. Shabani.

Koblenz verliert erneut

Dienstag, 19 September 2017 06:24

Der FC Koblenz hat in seiner sechsten Meisterschaftspartie die vierte Niederlage bezogen. Gegen Mellingen gab es beim 4:2 keine Punkte. Obwohl das Spiel für Koblenz gut begonnen hatte (Kicaj traf nach 22 Minuten zum 0:1), musste man noch vor der Pause den Ausgleich hinnehmen.

Torhüter Cihan Ceylan verwandelte nach einer Stunde einen Foulpenalty, musste aber drei Minuten später wieder hinter sich greifen, weil Mellingens Patrick Bätschmann mit seinem zweiten Tor an diesem Abend erneut ausglich.

In der 83. und 88. Minute war es dann Andreas Etter, der Mellingen ins Glück schoss. Er traf zwei Mal und sorgte dafür, dass Koblenz ohne Punkte zurückreisen musste.

Für Koblenz steht bereits am Dienstag das nächste Spiel an. Die Truppe von Juan Doval ist im Cup im Einsatz. Die Reise führt ins nahegelegene Turgi. Dort geht es gegen den Viertligisten. Da ist ein Sieg Pflicht.

Mit neun Mann gepunktet

Montag, 11 September 2017 15:54

In einer verrückten Partie holt Koblenz trotz zwei roten Karten einen Punkt. Gegen Gränichen gab es zu Hause ein 2:2.

Alessandro Crippa

 

"Es ist nicht selbstverständlich, dass man zu neunt noch einen Punkt holt", resümierte Trainer Juan Doval nach der Partie gegen Gränichen. Zu neunt waren die Koblenzer, weil Leotrim Shabani (56. Minute) und Egzon Morina (75.) mit der Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche geschickt wurden.

Dabei hatte für Koblenz alles so gut begonnen. Das Heimteam erzeugte auf der Eichhalde viel Druck und kam in der 19. Minute zum 1:0. Jeton Kicaj brachte einen langen Einwurf in die Mitte, Tobias Merki verlängerte per Kopf. Der Ball landete bei Egzon Morina, der zum Führungstor einköpfen konnte.

Kartenflut bringt Koblenz in Rücklage

Kurz vor der Pause musste Koblenz allerdings einen ersten Dämpfer hinnehmen. Nach einem missratenen Rückpass auf Goalie Cihan Ceylan kam der Ball zum Gränicher Dario Muscia, der den Ball ins verlassene Tor einschieben konnte. Ceylan versuchte noch zu klären, war aber nicht rechtzeitig am Ball.

Zehn Minuten nach der Pause überstürzten sich die Ereignisse. die Koblenzer kassierten innert vier Minuten fünf Karten, eine davon war die rote gegen Shabani. Das brachte sie aus dem Konzept und nach einem Eckball kam Gränichen durch Marc Wehrli zum 1:2-Führungstreffer.

Nicht immer einig mit dem Schiedsrichter

Doch Koblenz wollte nicht aufgeben, das sah man. Juan Doval lobte seine Mannschaft nach dem Spiel auch für den Einsatz: "Da hat man den Charakter der Mannschaft gesehen." Dass Egzon Morina wegen einer angeblichen Tätlichkeit vom Platz flog, nervte ihn sichtlich. "Das ist doch einer der ruhigsten Spieler auf dem ganzen Platz." Doval meinte weiter, dass der Unparteiische in dieser Situation das Fingerspitzengefühl etwas vermissen lassen habe.

Am Samstag gegen Mellingen

Dennoch konnte Koblenz noch ausgleichen. In der 78. Minute gab es einen Elfemter. Was bei anderen Mannschaften gänzlich ungewohnt wäre, ist beim FC Koblenz Usus. Der Torhüter ist für die Elfmeter zuständig. Und Cihan Ceylan verwandelte einmal mehr souverän. Der Ausgleich war Tatsache.

 

Es hätte in der Nachspielzeit gar noch einen weiteren Penalty für das Heimteam geben können, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

Juan Doval freute sich dennoch über den Punkt: "Aufgrund des Spielverlaufs dürfen wir zufrieden sein." Nun gilt die Aufmerksamkeit der nächsten Partie am Samstag gegen Mellingen. "Sie stehen mehr unter Druck als wir. Wir dürfen gewinnen", meint Juan Doval. Gewohnt zuversichtlich.

Telegramm:

 

FC Koblenz – FC Gränichen 2:2 (1:1) – Eichhalde, Koblenz. Tore: 19. Morina 1:0, 44. Muscia 1:1, 58. Wehrli 1:2, 78. Ceylan 2:2 (Penalty).

FC Koblenz: Ceylan; Seiler (64. Berisha), Beciraj, Merki, Aliaj; Alili, Kicaj, L. Shabani, Morina; Halili, M. Shabani

Koblenz fängt üble Klatsche

Dienstag, 29 August 2017 06:52

Am Samstag ist der FC Koblenz bei den Eagles Aarau auf deren Kunstrasenplatz angetreten. Das Verdikt am Ende war vernichtend. Gleich mit 11:0 wurden die Nordaargauer nach Hause geschickt.

von Alessandro Crippa

«Wir dachten, wir seien besser. Wir haben die Eagles wohl unterschätzt», das meinte der neue Trainer des FC Koblenz, Juan Doval, nach der Partie. So eine deutliche Niederlage hat es in der 2. Liga wohl länger für kein Team mehr gegeben. Es habe gar nichts gepasst, meinte Doval weiter. Er hofft, dass das der schlechteste Tag der ganzen Saison war.

 

Die junge Mannschaft

Eigentlich gibt es nach jedem Spiel etwas Positives, das man mitnehmen kann, sagt man. Das war auch beim FC Koblenz nach der Niederlage zum Auftakt gegen Klingnau nicht anders, obwohl man 2:0 verloren hatte. Doch wie ist das nach einer 0:11-Niederlage? «Da ist es natürlich sehr schwierig», fand Juan Doval. Völlig zurecht natürlich.

Der Trainer hofft jetzt auf einen schnellen Turnaround seiner Mannschaft. Doch mit einer so jungen Mannschaft _ der zweitälteste Spieler war am Samstag 24 Jahre alt _ ist das gar nicht mal so einfach zu bewerkstelligen.

Korrektur nötig

Die Kurve kriegen. Das will der FC Koblenz. Am besten bald. Eine gute Chance dazu bietet sich am kommenden Mittwoch. Dann spielt der FC Koblenz nämlich im Cup gegen den SV Würenlos. Juan Doval kennt diese Mannschaft schon lange und hebt deshalb gleich den Mahnfinger, dass man sich nicht von der Liga, in der der Gegner spielt, verleiten lassen und sich zu sicher fühlen darf. Aber das dürfte dem FC Koblenz in seiner momentanen Situation nicht passieren. Mit den beiden Niederlagen wird man sich wohl nicht allzu sicher fühlen.

Doch deswegen den Teufel an die Wand malen? Das will man in Koblenz nicht tun. Vielmehr meint Juan Doval: «Ich bin froh, ist uns das im zweiten und nicht im zehnten Spiel passiert.» So ist es nun einfach ein Saisonstart mit zwei Niederlagen, der hoffentlich bald korrigiert werden kann. Es seien alle, inklusive ihm, mitschuldig, dass es so weit gekommen ist, sagte der Trainer.

Optimistischer Trainer

Chancen zur Wiedergutmachung hat Koblenz wie angesprochen am Mittwoch im Cup gegen Würenlos. Danach steht am Samstag dann das erste Heimspiel an. Gegner wird der FC Spreitenbach sein. Nebenbei kann sich der FC Koblenz wenigsten über etwas anderes freuen, abseits des Feldes. In der Eichhalde gibt es seit Kurzem neue Garderoben, am Samstag sind die erstmals bei einem Meisterschaftsspiel der 1. Mannschaft in Betrieb. Der FC Koblenz freut sich, wenn am Samstag ab 19 Uhr viele Zuschauer den Weg auf die Eichhalde finden.

Juan Doval ist guter Dinge und glaubt an seine Mannschaft: «Ich kenne die Qualitäten der Spieler und ich weiss, dass wir aus diesem Loch wieder herausfinden.»

FC Koblenz: Kodic; Seiler, Beciraj, Halili, Aliaj; Morina (71. S. Kovacevic), Kicaj (46. Alili), Berisha (58. L. Shabani), Suka; Mpoku, M. Shabani.

Koblenz unterliegt Klingnau im ersten Derby

Dienstag, 22 August 2017 04:46

 

 

Im Spiel der beiden Lokalrivalen hat sich der Favorit durchgesetzt. Klingnau gewinnt zum Saisonauftakt eine ereignisarme Partie mit 2:0.

von Alessandro Crippa

Geregnet hatte es am Freitagabend – wie aus Eimern. Aber gottlob nur bis um 19 Uhr, sodass die erste 2.-Liga-Partie der neuen Saison pünktlich um 20 Uhr beginnen konnte. Womöglich zollte das Spiel dem Wetter und sicherlich der Badenfahrt Tribut, denn man hätte unter normalen Umständen gewiss etwas mehr Fans erwartet.

Zwei ungleiche Mannschaften

Die Rollen waren bereits im Voraus bezogen worden. Auf der einen Seite stand mit dem FC Klingnau der klare Favorit. Der letztjährige Zweite ist der wohl am meisten genannte Kandidat für den Aufstieg in die 2. Liga inter. Zudem hat er sich beispielsweise mit Offensivspieler Shqiprim Thaqaj oder dem jungen Torhüter Marino Miotti punktuell verstärkt.

Auf der Gegenseite sah alles ein wenig anders aus. Dort stand ein neuformierter FC Koblenz, der neben acht neuen Spielern auch einen neuen Trainer in seinen Reihen aufweist. Juan Doval heisst der gute Mann. Zwar standen nur zwei Spieler in der Startelf, die in der letzten Saison noch nicht für den FC Koblenz aufgelaufen waren. Dass aber Vieles neu ist, war kaum übersehbar.

Ahmetaj, der Freistossspezialist

Und dennoch wurde in den Notizbüchern die erste Chance nach zwei Minuten für Koblenz verzeichnet. Paul Mpoku drosch die direkt abgenommene Kugel aber weit über das Klingnauer Gehäuse. Und auch die erste Chance der Klingnauer war keine hochkarätige. Arjanit Kabashaj stieg hoch zum Kopfball, aber der Ball flog über den Zaun hinter dem Tor. Gespielt waren da neun Minuten

In der elften Minute konnte dann Marino Miotti zum ersten Mal sein Können unter Beweis stellen. Leutrim Aliaj trat einen Freistoss, aber trotz Flatterns landete der Ball in den Händen des jungen Schlussmannes.

Gerade einmal sechs Minuten später kam Klingnau aus etwas mehr als 20 Metern zu einem Freistoss. Jeton Kicaj hatte Nexhet Gusturanaj zuvor zu Fall gebracht. Den Freistoss trat Valon Ahmetaj. Der Ball flog wunderbar über die Mauer hinweg und schlug im Kasten der Koblenzer ein, 1:0 für den Favoriten!

Koblenz fehlt der Offensivdrang

Das war so etwas wie die Initialzündung für das Spiel des FC Klingnau, der fortan stärker agierte. Bis zur Pause wurde es immer wieder einmal brenzlig vor Koblenz-Schlussmann Cihan Ceylan. Das Gebotene seiner Kameraden gefiel ihm gar nicht, was unüberhörbar war. Immerhin fingen sich die Gäste keinen weiteren Treffer, sodass zur Pause noch alles offen war.

Der FC Koblenz trat mit einer jungen Mannschaft an, der drittälteste Spieler ist 24 Jahre alt. Vielleicht hat die Mannschaft von Juan Doval deshalb etwas ängstlich agiert, als sie in der zweiten Hälfte auf den Ausgleich hätte drücken können.

Topscorer vom Dienst trifft auch in der neuen Saison

In Ballbesitz war deshalb mehrheitlich der FC Klingnau. In der 50. Minute hätte Arlind Hashani die Chance gehabt, auf 2:0 zu erhöhen, doch der Flügelspieler brauchte zu lange, um sich den Ball auf seinen stärkeren Fuss zu legen. So konnte ein Koblenzer Verteidiger noch rechtzeitig intervenieren.

In der 66. Minute war es dann aber um die Koblenzer geschehen. Es war nicht das erste Mal, dass sich Valon Ahmetaj auf der Seite durchtanken konnte. Aber es war das erste Mal, dass seine Hereingabe einen Abnehmer fand. Nexhdet Gusturanaj, der Knipser, musste nur noch einschieben und konnte seinen ersten Treffer der neuen Saison markieren.

Zufriedener Kovacevic, motivierter Doval

Bis zum Schluss wurde es dann noch zwei Mal heiss, allerdings auf der Gegenseite. Zwei Mal konnte Meriton Shabani einen Freistoss treten. Beide Male war aber auch Marino Miotti zur Stelle und konnte sich mit zwei feinen Paraden auszeichnen.

Bald danach war Schluss und bei den Klingnauern fiel die erste Last ab. «Erleichtert», sei er, meinte Trainer Danijel Kovacevic nach Spielende. Seine Mannschaft habe aber gezeigt, dass sie bereit sei und habe verdient gewonnen.

Sein Antipode Juan Doval hingegen konnte natürlich nicht glücklich sein. «Nach einer Niederlage ist man nie zufrieden», sagte er. Dennoch habe er gute Ansätze gesehen, an denen man sich jetzt orientieren und stetig weiterarbeiten muss.

Weiter geht es für beide Mannschaften mit je einer schwierigen Partie. Klingnau reist zum FC Spreitenbach, gegen den man in der letzten Rückrunde 1:3 verlor. Koblenz wird sich mit dem FC Eagles Aarau messen, deren Trainer ebenfalls unter den Zuschauern war und sich wohl schon die ersten Notizen gemacht hat.

Aufstellungen

FC Klingnau: Miotti; Juric, Kalyon, Kabashaj, Golaj; Ahmetaj (81. Kipoy), Maloki (67. Maric), Adili, Hashani; Thaqaj (88. Stauffer); Gusturanaj.

FC Koblenz: Ceylan; Seiler, Merki, Kicaj, Aliaj; Suka, Berisha, M. Shabani, Mpoku, L. Shabani (72. Basilua); S. Brkic (46. Morina)

Koblenz schafft den Ligaerhalt

Montag, 12 Juni 2017 06:13

Im letzten und entscheidenden Spiel kann der FC Koblenz den Ligaerhalt sicherstellen. Er schlägt den bereits als Absteiger festgestandenen FC Windisch mit 4:1.

Auf der Facebookseite des FC Koblenz stand nach dem gewonnenen Spiel gegen Windisch» Folgendes: «Der Vorstand Gratuliert der 1. Mannschaft zum Ligaerhalt. Nach einer sensationellen Vorrunde und einer harten Rückrunde hat sie Ihr Ziel erreicht. Wir wünschen allen einen schönen Urlaub und gute Erholung.»

Die harte Rückrunde

Die angesprochene «harte Rückrunde» war tatsächlich nicht einfach. Nach zwei guten Heimspielen fiel Koblenz in ein Loch, fand ein Spiel vor dem Derby gegen Klingnau scheinbar heraus. Doch schon im Duell mit dem Lokalrivalen gab es wieder eine Niederlage, nachdem die ersten 20 Minuten verschlafen wurden.

Die Erleichterung ist gross – ganz verständlich. Der FC Koblenz hat es aber durchaus verdient, in dieser 2. Liga zu verbleiben. Die Vorrunde war schlicht und ergreifend hervorragend. Die Koblenzer standen auf Rang zwei, was niemand gedacht hätte.

Ferien, aber nicht zu lange

Nun ist es aber gelungen, im letzten Spiel den Ligaerhalt sicherzustellen, das freut nicht nur die Koblenzer. Auch vom Lokalrivalen Klingnau gab es Gratulationen. Man freue sich schon wieder auf die Derbys hiess es von dort. Beim Sieg gegen den FC Windisch steuerten Tobias Merki, Meriton Shabani und Leutrim Shabani (2) die Tore bei.

Für den FC Koblenz gibt es neben den neuen Garderobenanlagen auch noch Ferien. Allzu lange wird Trainer Detlef Bruckhoff aber auch nicht freigeben, denn auch die nächste Spielzeit dürfte eine taffe werden. Zu hoffen bleibt, dass der Nichtabstieg etwas früher feststeht.

Aktuell

Meisterschaft 3. Liga
FC Döttingen : FC Koblenz
Freitag, 26.10.2018 20:00 Uhr

Meisterschaft 5. Liga
FC Koblenz 2 : FC Klingnau 2a
Sonntag, 28.10.2018 16:30 Uhr

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